Alopecia Mucinosa

Alopecia mucinosa ist eine Erkrankung, die die Haarfollikel betrifft. Da die Krankheit von Hautrötungen und Juckreiz begleitet wird, bezeichnet man sie auch gerne als „skorbutische Gänsehaut“ oder „Reibeisenhaut“.

Vielfach ist Haarverlust keine alleinstehende Erkrankung, sondern ein Begleitsymptom. Ausgelöst wird Haarausfall durch Erkrankungen, Mangelerscheinungen oder Medikamente, jedoch können Entzündungen ebenfalls für den Verlust der Haare verantwortlich sein. Es gibt allerdings Erkrankungen, deren Ursache bislang ungeklärt ist. Die Rede ist von Alopecia mucinosa, einer Erkrankung, die die Haarfollikel befällt. Gewöhnlich wird die Hauterkrankung nicht nur von Haarausfall, sondern auch von einem starken Juckreiz, Hautrötungen und Papeln begleitet. Solange die Ursache noch nicht geklärt ist, wird die Erkrankung in erster Linie symptomatisch behandelt.

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Alopecia mucinosa – Symptome & mögliche Ursachen

In der Medizin wird die Erkrankung auch gerne als „Mucinosis follicularis“ oder „verschleimende Follikeldegeneration“ bezeichnet. Erstmals wurde die Erkrankung von dem österreichischen Dermatologen Karl Kreibich diagnostiziert, der sich mit der Hauterkrankung jahrelang beschäftigte.

Mucinosis follicularis ist eine Erkrankung, deren Ursache bis heute nicht geklärt ist. Mediziner gehen bislang von einer Degeneration der Haarfollikel aus. Die Erkrankung befällt bevorzugt den Kopf, das Gesicht sowie den Oberkörper. Typische Symptome sind Haarausfall und Hautrötungen, wobei die Hautveränderungen von einem starken Juckreiz begleitet werden.

Vielfach treten auch Papeln auf, die jedoch relativ flach und abgegrenzt erscheinen. Da die Krankheit auf eine Degeneration der Haarfollikel zurückzuführen ist, können mitunter auch kleine Hautknötchen ertastet werden. Später zeigen sich Hautschuppen und eine übermäßige Verhornung der Haut (Hyperkeratose).

Mucinosis follicularis – Therapiemöglichkeiten & Heilungschancen

Statistisch gesehen sind Erwachsene (zwischen 50 und 60 sowie zwischen 20 und 30 J.) von der Krankheit betroffen. Der Krankheitsverlauf äußert sich unterschiedlich. Während sich die Erkrankung bei einigen Patienten langsam ausbreitet und nicht nur den Oberkörper, das Gesicht und die Kopfhaut, sondern auch die Extremitäten befällt, erleben andere Patienten eine Spontanheilung.

Leider sind die Therapiemöglichkeiten immer noch begrenzt. Häufig wird Mucinosis follicularis mit Glukokortikoiden, einem Hormon der Nebennierenrinde, behandelt, jedoch scheinen Antirheumatika, sogenannte Dapsone, ebenso wirkungsvoll zu sein.

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