Erblich bedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie)

Wenn von Haarverlust die Rede ist, spricht man in der Regel von einem erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie / erblich bedingter Haarausfall), der nicht nur viele Männer, sondern auch Frauen betrifft. Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, sind mitunter Blut-, Haar- oder Kopfhautproben notwendig.

Androgenetische Alopezie ist die medizinische Bezeichnung für einen erblich bedingten Haarausfall, der sowohl im Alter als auch in jungen Jahren auftritt. Zwar sind in erster Linie Männer betroffen, jedoch gibt es auch viele Frauen, die unter Haarausfall leiden. Diese Form des Haarausfalles tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte auf, wenn der Östrogen- und Testosteronspiegel sinken.

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Androgenetische Alopezie / erblich bedingter Haarausfall: Ursachen & Symptome

Grundsätzlich entwickeln etwa vier von fünf Männern im Laufe ihres Lebens typische Geheimratsecken, die durch eine Störung der Sexualhormone (Androgene) hervorgerufen werden. Ein erblich bedingter Haarausfall macht sich bei Männern vor allem in der zweiten Lebenshälfte bemerkbar, wenn der Testosteronspiegel sinkt.

Erblich-bedingter-Haarausfall

Nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen leiden im Alter unter schütterem Haar. In diesem Fall spricht der Mediziner ebenfalls von einem androgenetischen Haarausfall, der bevorzugt in der Menopause eintritt. Bei Frauen setzt der Haarausfall allerdings im Bereich des Mittelscheitels ein.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Körper eine Überempfindlichkeit gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT) entwickelt. Da dieses Hormon auch in der Kopfhaut vorhanden ist, werden die Haarfollikel angegriffen. Die Haare wachsen zwar nach, jedoch ist die Wachstumsphase derart verkürzt, dass die Haare binnen kürzester Zeit wieder ausfallen.

Therapie eines erblich bedingten Haarverlustes / Haarausfalls

Je früher die Therapie einsetzt, desto größer sind die Erfolgschancen. Eine Erfolgsgarantie gibt es zwar nicht, jedoch können Medikamente den Haarausfall minimieren oder gar stoppen. Bewährt haben sich die beiden Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil. Vielfach ist das Mittel Finasterid bei einem erblich bedingten Haarverlust die erste Wahl, weil es die Bildung des Steroidhormons DHT hemmt, sodass der Körper keine Überempfindlichkeit gegen die Haarfollikel entwickeln kann. Das Medikament, das als Tablette eingenommen wird, ist verschreibungspflichtig.

Minoxidil, das zweite Mittel gegen Haarausfall, ist eine Tinktur, die auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Mediziner vermuten, dass Minoxidil die Haarwurzeln stimuliert, sodass die Haare wieder gesund nachwachsen können. Nach ein paar Tagen tritt allerdings eine „Erstverschlimmerung“ auf, weshalb die Haare zunächst verstärkt ausfallen, bevor die Therapie zu wirken beginnt.

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