Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Um Haarausfall stoppen zu können, ist eine differenzierte Diagnose notwendig. Die Behandlungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig. Neben Medikamenten zeigen Tinkturen und Naturheilmittel Wirkung.

Generell sind die Heilungschancen bei Haarverlust gut bis sehr gut. Allerdings kann Haarausfall immer wieder auftreten. Vor allem dann, wenn er stressbedingt ist. Heutzutage leiden immer mehr Menschen unter Haarverlust. Mittlerweile sind nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder von der Erkrankung betroffen. Eine spezielle Therapie gibt es nicht, weil die Behandlung sich nach den Symptomen und deren Ursache richtet.

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Behandlungsmöglichkeiten bei diffusem Haarverlust

Da ein diffuser Haarverlust in erster Linie durch ernährungsbedingte Mangelerscheinungen, insbesondere durch Eisenmangel, entsteht, muss er durch spezielle Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden. In der Regel ist eine gestörte Darmflora für den Nährstoffmangel verantwortlich, weshalb Ärzte und Naturheilpraktiker eine Darmsanierung und Remineralisierung empfehlen. Um den Haarausfall langfristig zu reduzieren, sollte eine basische Ernährung, die bevorzugt aus pflanzlichen Produkten besteht, in Betracht gezogen werden.

Vielfach wird der Haarverlust durch Hormonschwankungen hervorgerufen, die sich vor allem während der Menstruation sowie in den Wechseljahren zeigen. Zwar werden die Beschwerden bevorzugt mit Hormonpräparaten (Östrogen) behandelt, jedoch können die Nebenwirkungen dieser Medikamente weitere Erkrankungen (Thrombose, Herzerkrankungen, Krebs) hervorrufen. Behandlungserfolge sind auch mit homöopathischen Mitteln, Kräutern und Schüssler-Salzen möglich. Unterstützend können Betroffene eine spezielle Tinktur, die den Wirkstoff Minoxidil enthält, auf die Kopfhaut auftragen.

Kreisrunden Haarverlust heilen

Wenn das Immunsystem fehlgeleitet wird, sodass der Körper die eigenen Haare abstößt, handelt es sich um Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). Dies ist eine Erkrankung, die in der Medizin auch als kreisrunder Haarverlust bezeichnet wird. Die Krankheit tritt plötzlich auf, wenn kahle Stellen sich auf dem Kopf zeigen. Auch können der Bart und die Körperbehaarung betroffen sein.

Glücklicherweise wachsen die Haare nach ein paar Monaten wieder nach, sodass es sich gewöhnlich um ein zeitweiliges Phänomen handelt. Sollten die betroffenen Stellen kahl bleiben, kann eine spezielle Immuntherapie mit den Wirkstoffen DCP oder SADBE hilfreich sein. Kortikoidhaltige Lösungen oder Cremes, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden, sowie Zink-Tabletten haben sich ferner als begleitende Therapie bewährt.

Behandlungsmöglichkeiten bei erblich bedingtem Haarverlust

Einen erblich bedingten Haarverlust kann man zwar nicht heilen, jedoch können die Symptome gelindert werden. Während Männer über typische „Geheimratsecken“ und einen lichten Hinterkopf klagen, zeigt der Haarverlust sich bei Frauen im Bereich des Scheitels. Therapieerfolge können mit einer Minoxidil-Lösung sowie mit Hormonpräparaten erzielt werden. Alternativ greifen Betroffene auf Produkte mit Koffein oder Hirseextrakt zurück.

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